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Newsflash 21. April 2016

>> EU-Marktmissbrauchsregulierung: Beantragung der LEI nicht vergessen
>> Quartalsberichterstattung im Prime Standard – Empfehlungen zum Umgang mit den neuen Regelungen in der Praxis
>> Better Orange-Praxisworkshop zur EU-Marktmissbrauchsregulierung      


EU-Marktmissbrauchsregulierung: Beantragung der LEI nicht vergessen

Die EU-Marktmissbrauchsregulierung, die mit Wirkung ab dem 3. Juli 2016 in Kraft tritt, erhöht den Umfang der Publizitäts- und Dokumentationspflichten insbesondere für Emittenten von Aktien oder Anleihen im Freiverkehr erheblich. Aber auch auf Emittenten, die mit ihren Finanzinstrumenten an einem organisierten Markt notiert sind, ändern sich einzelne Details innerhalb der gewohnten Publizitätspflichten. Gemäß Punkt 319 des Final Report Draft technical standards on the Market Abuse Regulation der europäischen Aufsichtsbehörde ESMA müssen Directors´ Dealings-Mitteilungen ab dem 3. Juli 2016 den sogenannten Legal Entity Identifier code (LEI) enthalten.

Bei dem LEI handelt es sich um eine international standardisierte und weltweit gültige Kennung für Teilnehmer am Finanzmarkt und dient der eindeutigen Identifizierung von Emittenten oder Finanzinstituten. Der LEI kann u.a. bei der Vergabestelle des Bundesanzeiger Verlages (www.leireg.de), dem WM Datenservice (www.wm-leiportal.org) oder der EquityStory (www.equitystory.de) beantragt werden. Wichtig: Sowohl Unternehmen des Freiverkehrs als auch des organisierten Marktes benötigen in Zukunft eine LEI, um sämtliche für eine Directors´ Dealings-Mitteilung notwendigen Informationen liefern zu können.


Quartalsberichterstattung im Prime Standard – Empfehlungen zum Umgang mit den neuen Regelungen in der Praxis

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie ist die gesetzliche Grundlage für die Quartalsberichterstattung ebenso entfallen wie für die Veröffentlichung von im Zusammenhang stehenden Hinweisbekanntmachungen. Für Unternehmen, deren Aktien im Prime Standard notieren, hat die Frankfurter Wertpapierbörse jedoch mit der sogenannten Quartalsmitteilung  eine – wenn auch stark verkürzte – Berichterstattungspflicht für das 1. und das 3. Quartal neu geregelt. Als Mindestanforderungen sind dabei lediglich Erläuterungen zu wesentlichen Ereignissen und Geschäften des Mitteilungszeitraums im Unternehmen sowie ihren Auswirkungen auf die Finanzlage, die Beschreibung der Finanzlage und des Geschäftsergebnisses im Mitteilungszeitraum sowie ein Prognoseveränderungsbericht, sofern sich die im letzten Konzernlagebericht bzw. im letzten Zwischenlagebericht abgegebenen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens für das Geschäftsjahr wesentlich verändert haben, genannt. Die Mitteilung, die für Emittenten mit Sitz im Inland in deutscher und englischer Sprache zu verfassen ist, ist der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des jeweiligen Mitteilungszeitraums in elektronischer Form zu übermitteln. Ein Wahlrecht besteht für die Quartalsmitteilung zum 3. Quartal bezüglich des Mitteilungszeitraums. Hier kann entweder eine Betrachtung ausschließlich für das 3. Quartal oder für den kumulierten Zeitraum (=erste neun Monate) erfolgen. 

Soweit die Mindestanforderungen. Unsere Empfehlung lautet jedoch, über diese Mindestanforderungen hinauszugehen und die Quartalsmitteilung stärker auf die Anforderungen der Investoren zuzuschneiden. Während ein Anhang in der bisherigen Form verzichtbar ist, sollten hingegen die Tabellen zu Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung in einer Quartalsmitteilung enthalten sein. Die qualitativen Beschreibungen einzelner Kennzahlen sollten auf das Wesentliche beschränkt sein, wichtiger sind Informationen zur operativen Entwicklung innerhalb der einzelnen Segmente. Grundsätzlich hängt die Detailtiefe von der Komplexität und der Größe des jeweiligen Emittenten sowie der Investorenstruktur ab. Ein Gespräch mit ausgewählten Investoren kann dabei helfen, ein besseres Gefühl für die erwartete Informationstiefe zu erhalten. Aber insbesondere kleinere Unternehmen, die vielleicht nicht so sehr im Fokus des Kapitalmarktes stehen, können die erste Quartalsmitteilung eher schlank halten, um dann abzuwarten, welcher Best-Practice-Ansatz sich am Markt etablieren wird. Es bleibt spannend, wir werden berichten.


Better Orange-Praxisworkshop zur EU-Marktmissbrauchsregulierung

Ab dem 3. Juli 2016 müssen auch Emittenten von Aktien oder Anleihen im Freiverkehr verpflichtend bei kursrelevanten Sachverhalten Ad-hoc-Meldungen sowie Directors‘ Dealings veröffentlichen, umfangreiche Insider- und Directors‘-Listen führen und viele Vorgänge zu ihrer eigenen Absicherung dokumentieren. Denn dann tritt die EU-Marktmissbrauchsregulierung in Kraft.

Sind Sie schon darauf vorbereitet? Kennen Sie Ihre neuen Verpflichtungen im Detail? Haben Sie die dafür erforderlichen personellen und organisatorischen Vorkehrungen bereits umgesetzt?

Damit Ihr Unternehmen und Sie persönlich optimal auf die umfangreichen Neuerungen, die sich aus der EU-Marktmissbrauchsregulierung ergeben, vorbereitet sind, bieten wir Ihnen eine kompakte und praxisnahe Schulung der IR-Verantwortlichen direkt in Ihrem Hause an. Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin mit unseren erfahrenen Beratern.


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